Verhaltenstherapie

Bei der Verhaltenstherapie handelt es sich um ein Verfahren, welches sich aus der Lerntheorie entwickelte. Die Grundannahme war dabei, dass (problematisches) Verhalten erlernt wurde und somit auch wieder verlernt werden kann, indem angemessenes und funktionales Verhalten aufgebaut wird. Die Verhaltenstherapie präsentierte sich im Sinne einer Naturwissenschaft mit Betonung von Objektivität, Replizierbarkeit und Empirie (Heidenreich und Michalak, 2013). Seitdem wurde die Verhaltenstherapie fortwährend weiterentwickelt.

 

In den 70er Jahren entwickelte sich die 2te Welle der Verhaltenstherapie unter einer kognitiv-behavioralen Betrachtung. Dabei handelt es sich um eine Ergänzung der bisherigen Verhaltenstherapie um Interventionen, die auf interne Vorgänge wie z.B. Gedanken abzielen.

 

In der dritten Welle kamen neue Impulse in die Verhaltenstherapie. So wird z.B. in der Schematherapie mit emotionsfokussierten Interventionen gearbeitet. In der acceptance and commitment therapy (ACT) geht es darum Gefühle und Gedanken so anzunehmen wie sie sind, Achtsamkeit in sein Leben zu integrieren und nach seinen Werten zu leben. Das CBASP Konzept bietet die Möglichkeit frühere Interaktionsprägungen zu erkennen und am aktuellen Interaktionsverhalten zu arbeiten.

 

Zum momentanen Zeitpunkt ist Verhaltenstherapie das am besten wissenschaftlich belegte Verfahren.